Hundesitter-Tipp: Das erste Abholen

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Das erste Mal einen neuen Hund abzuholen, ist sehr aufregend und spannend. Ich wurde schon verbellt und wie – sage ich euch. Die Hunde konnten es manchmal gar nicht fassen, dass da eine (fast) fremde Person kommt und nicht ihr Besitzer! Ich habe mich schon mehrere Minuten auf den Boden gesetzt und ruhig abgewartet, bei eben diesen Hunden. Ich habe freundlich und ruhig mit diesen Hunden geredet und ihnen Mut gemacht. Ich habe mit klein geschnittenen Wienerle Stückchen ihr Vertrauen erlangt, Liebe geht nun einmal auch durch den Magen. Ich habe mich schon mit getrocknetem Pansen ausgestattet und musste Hunde auch schon etwas austricksen um sie an die Leine nehmen zu können. Ist das Halsband oder Brustgeschirr erst einmal angezogen, dann gehen die meisten Hunde freudig mit und von Angst vor der fremden Person oder gar Verbellen des Eindringlings keine Spur mehr.

Achte auf die Körpersprache des neuen Gruppenmitglieds beim Abholen.

Damit es dir nicht so ergeht wie mir in meiner langjährigen Hundebetreuungstätigkeit, habe ich ein paar Tipps für dich zusammengestellt:

Lass dir den Hund am ersten Tag vom Besitzer bringen statt ihn abzuholen. Das ist natürlich nicht immer möglich, aber viele Hundebesitzer können es möglich machen und so fällt den meisten Hunden die Eingliederung deutlich leichter.

– Vereinbare einen Probelauf bei dem der Hundebesitzer in der Wohnung anwesend ist. Bei dieser Variante kann es passieren, dass der Hund nicht mit dem (fast) fremden Hundesitter mitgeht. Passiert das, dann bitte einfach den Hundebesitzer dich kurz zum Auto zu begleiten und beim Einsteigen zu helfen. Geht der Hund ohne Probleme mit, dann ist der Probelauf geglückt.

– Die ersten Betreuungstage sollte der Hund sein Brustgeschirr (oder alternativ Halsband) schon umhaben. So entfällt das Anziehen und somit das Über den Hund beugen und es wird dem Hund leichter fallen mit dir nach draußen zu gehen.

– Wenn dir es nicht ausreicht, dass der Hund sein Brustgeschirr an hat, dann bitte den Hundehalter darum dem Hund eine Hausleine umzumachen. Diese Variante eignet sich für unsichere Hunde, die etwas brauchen um mit fremden Menschen warm zu werden. Es ist wichtig, dass der Hund keine Angst vor der schleifenden Leine hat, sie darf nicht schwer sein und der Hund sollte sich nicht verfangen können.

– Liebe geht durch den Magen: Nimm gute Leckerlies mit: Klein geschnittenen Leberkäse, Gelbwurst oder Gouda. Viele Hunde lassen das Bröckchen Trockenfutter links liegen, aber Wurst und Käse motiviert sie dann doch 😉

– Sprich freundlich und ruhig mit dem Hund. Erzähl dem Hund, was für ein toller Kerl oder was für ein fesches Mädel der Hund ist. Es ist egal, ob du über das Wetter oder dein tolles Wochenende redest, Hauptsache du bist freundlich und ruhig dabei.

Achte auf deine Körpersprache. Beuge dich möglichst nicht über den Hund, stelle dich lieber seitlich hin oder geh in die Hocke oder setze dich auf den Boden. Nimm deinen Körperschwerpunkt leicht nach hinten. Damit sagst du dem Hund „Ich bin freundlich und tue dir nichts“ Je kleiner der Hund ist, umso bedrohlicher wirkt das nach vorn über den Hund beugen für deinen Schützling.

Nach dem ersten Dogwalking mit Spiel und Spaß ist das Abholen meist kein Problem mehr.

Wenn du deinen nächsten neuen Hundekunden abholst, dann erinnerst du dich vielleicht an ein paar von den Tipps. Ich würde mich freuen, wenn sie dir fehlen!

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