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Hundesitter sein und schwierige Hunde haben

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Tipps für Hundesitter

Kann man Hundesitter sein und schwierige Hunde haben?

Hast du dich schon einmal gefragt, wie es funktioniert, wenn man Hundesitter ist und schwierige Hunde hat? Oder ob man sich als Hundesitter selbstständig machen kann, auch, wenn die eigenen Hunde doch nicht immer so unproblematisch sind?

Diese Frage musst du dir selbst beantworten. Ich möchte dir heute als Beispiel einen Menschen mit zwei Hunden vorstellen. Ihr Name ist Jenny Hopfe, sie wohnt in Leipzig und hat dort ihren Dogwalking Service „LabCols Inside“

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Jenny mit Balou und Socke

Wie habe ich Jenny kennengelernt?

Ich war 2014 auf einem Seminar bei Dr. Ute Blaschke-Berhold und sie saß vor mir. Ich muss ja gestehen, ich fand sie erstmal komisch, allerdings finden mich wahrscheinlich auch manche Menschen erst einmal irgendwie komisch 😉

Und dann hat Jenny dieses Video von ihren zwei eigenen Hunden Balou und Socke gezeigt. Das Thema des Seminars war „Hündische Konflikte“ und ich dachte nur „Oh Gott, warum markert sie nicht?“ Später hab ich erfahren: War Jennys erstes Seminar und sie kannte das Markersignal einfach vorher noch nicht …

Jenny kenne ich nun schon seit über zwei Jahren, sie hat sich anschließend für meine Dogwalker Ausbildung 2015 angemeldet und wir haben eine tolle Zeit gemeinsam erlebt.

Zwei Wurfbrüder mit ihren Problemen

Ich muss ja gestehen: Anfangs konnte ich Balou und Socke nicht gut auseinander halten. Mittlerweile geht es gut. Mit diesem Beitrag möchte ich euch einerseits zeigen, dass wir

a) Während der Dogwalker Ausbildung auch sehr intensiv mit den eigenen Hunden von euch arbeiten. Dies ist natürlich abhängig von euren Hunden.

b) Es durchaus möglich ist, sich als Hundesitter selbstständig zu machen und schwierige Hunde Zuhause zu haben. Natürlich brauchst du dafür gute Nerven und du solltest vielleicht keine anderen Hobbys haben 😉

c) Jedem Hund eine Chance geben müssen! Gebt niemals auf, denn das haben Jenny, Balou und Socke auch nicht. Sie arbeiten hart an ihren Problemen und rocken Leipzig.

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Jenny mit Balou und Socke

Schäferhund Mischling Balou

Balou ist ein Schäferhund-Labrador-Mischling, kastriert und 2010 geboren.

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Balou

Folgende Probleme hat Balou mitgebracht:

  • Durchstarten bei Auftauchen eines fremden Hundes am Horizont
  • Schnelle, frontale Annäherung zu fremden Hunden mit Rempeln, Aggressionsverhalten
  • Jagdverhalten

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Socke

Folgende Probleme hat Socke mitgebracht:

  • Generell keine langsame Eskalation, sondern ohne Frühwarnzeichen Schnappen und Beißen (Hunde)
  • Aggressionsverhalten gegenüber unkastrierten Rüden
  • Ressourcenverteidigung gegenüber Hunden
  • Verbellen und Stellen von Menschen, Radfahrern, Joggern und Kindern

Kurze Liste? Als Hundesitter ist das ein ordentliches Paket

Als „einfach nur Hundesitter“ scheint das nur eine kleine Liste zu sein. Als Hundesitter sind diese Probleme eben genau die, die man eigentlich mit seinem eigenen Hund nicht haben möchte, denn man betreut ja andere Hunde, die häufig auch noch ihr Päckchen zu tragen haben und irgendwie kann es ganz schön anstrengend werden, wenn dann der eigene Hund ebenfalls nicht ganz problemlos ist. Aber deshalb nicht gründen? Nicht selbstständig machen als Hundesitter? Niemals!

Wie geht man ran?

Das Training über positive Verstärkung bietet sehr viele Möglichkeiten. Zuerst einmal muss eine Bestandsaufnahme gemacht werden, auch, wenn man dies gar nicht unbedingt möchte:

1.) Welche Probleme hat mein Hund?

2.) Wie sieht das Problemverhalten aus? 

3.) Welche auslösenden Faktoren („Antezedenzien“) gibt es?

4.) Auf welche Auslöser reagiert dein Hund?

Am besten wird das Problemverhalten gefilmt und dann an Hand von Filmmaterial beschrieben um eine vorschnelle Interpretation zu verhindern.

Damit dieser Überblick auch wirklich klappt, würde ich immer zum Aufschreiben tendieren. Auch eine Mind Map kann helfen um einen guten Überblick zu bekommen.

Das Training, wenn man Hundesitter ist

Die Werkzeuge sind die Gleichen: Wir trainieren über Zeigen und Benennen, trainieren mit unseren eigenen Hunden Alternativverhalten, bearbeiten auslösende Faktoren wie Gesundheit, Stress etc. und trainieren wahrscheinlich einfach doppelt und dreifach so intensiv wie „normale“ Hundehalter. Und irgendwann macht es dann beim Hund „Click“ und die Erfolge sind sichtbar!

Dogwalker Coaching und die Arbeit mit den eigenen Hunden

Arbeitet man schon als Dogwalker bzw. Hundesitter, dann benötigt man nicht unbedingt die totalen Grundlagen. So war es mit Jenny. Sie war schon sehr weit mit ihrer Arbeit und daher haben wir uns beim Coaching sehr stark um ihre eigenen Hunde gekümmert. Dabei war erwünschtes Verhalten natürlich sehr wichtig auf Seiten der Hunde. Als Zweites möchte ich auch das Selbstvertrauen stärken und ich denke, das haben wir Beides sehr gut hinbekommen.

Erstbegegnung in der Hundegruppe zwischen Socke, meiner Hundegruppe und Nemo im speziellen

Wir haben die Erstbegegnung zwischen Socke, Nemo und meiner Hundegruppe langsam gestaltet und mit viel Ruhe. Unkastrierte Rüden sind mit unter ein Problem.

Erstbegegnung zwischen Socke und Dusty

In diesem Video seht ihr die Erstbegegnung zwischen Socke und Golden Retriever Dusty. Da Dusty ein großer und intakter Rüde ist, war es für Socke besonders schwierig.

Kleine Schritte mit großer Wirkung

Ich kann euch hier keinen detaillierten Trainingsplan aufstellen. Denn 1. jeder Hund ist individuell und 2. würde das doch ein klein wenig den Rahmen dieses Blogbeitrags sprengen. Ich möchte euch folgende Punkte ans Herz legen:

  1. Eignet euch Wissen an über Hunde und ihre Körpersprache, denn dadurch werden eure Fähigkeiten verbessert und euer Training deutlich präziser und ihr seht viel, viel mehr Verhalten, welches ihr dann eben auch verstärken könnt
  2. Fangt einfach an, traut euch raus und geht es an. Ein guter Mischmasch aus vielen und wenig Reizen bzw. Auslösern ist zu empfehlen. Habt ihr keine Begegnungen, könnt ihr auch nicht an Auslösern arbeiten. Wenn euch die Knie bei dem Gedanken schon schlottern, dann fangt mit Trockenübungen an. So wie man trocken die ersten Schwimmversuche macht, so kann man auch trocken Begegnungen üben.
  3. Sichert euren Hund ab. Socke trägt Maulkorb, weil es einfach sicherer ist. Kurzführer und Schleppleinen sind ebenfalls zu empfehlen. Verwendet anfangs meinetwegen eine kurze Leine. Eine gute Absicherung des Hundes ist die halbe Miete.
  4. Sucht euch jemanden, der euch anleitet und euch Mut zusprecht, wenn ihr es braucht. Und es ist egal, ob es eine Dogwalker Ausbildung ist oder ein/e Hundetrainer/in bei euch vor Ort.

Socke zeigt einen fremden Menschen an

Auf diesem Video seht ihr, was Socke gelernt hat. Fremde Menschen kommen? Ab zu Frauchen – sie hilft. Wäre da nicht dieser unüberwindbare Graben …

Socke wird trainiert

Runterfahren am Spielzeug ist eine wichtige Erfahrung für einen Hund. Und dies hat Socke hier gelernt und dabei seine eigene Strategie gefunden.

Ressourcenverteidigung in der Hundegruppe wird trainiert

Ein Hund, der Futter / Leckerlies verteidigt, soll in einer Hundegruppe mitlaufen? Ja, denn man kann es trainieren und das noch richtig, richtig gut.

Und dann sieht es irgendwann so aus: Ohne Maulkorb, ohne Schleppleine – auf einmal wird der Hund problemlos

Ich könnte dieses doch lange Video von Jenny schneiden, tu ich aber nicht. Dieses Video stamm von April 2017 und zeigt ihre Hundegruppe mit ihren zwei eigenen Hunden Balou und Socke beim „Einfach Hund sein dürfen“. Jennys Kommentar war übrigens dazu: „Früher hätte ich mich nicht getraut beide Hunde mitzunehmen und dann noch so problemlos, dass ich sie nicht mal merke.“

Socke ist der mit dem gelben Kurzführer, Balou der Andere 😉 Genießt die fünf Minuten Hundevideo.

Wir stellen also fest: Hundesitter sein und schwierige Hunden haben geht sehr gut solange man immer dran bleibt beim Training

Hundesitter werden und schwierige/n Hund/e haben, geht ebenfalls. Denn damit bekommst du sogar noch Unterstützung bei der Erarbeitung von deinem Alltag. Meine Dogwalker Ausbildung startet am 20.06.2017 zum 5. Mal und du kannst dich anmelden und deinen Traum auch mit einem schwierigen Hund verwirklichen und Dogwalker werden.

Wir freuen uns über einen Kommentar!

 

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