Das „10-Leckerchen-Spiel“

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Heute möchte ich euch das 10-Leckerchen-Spiel vorstellen.

Dieses tolle Spiel könnt ihr mit 1, 2, 3 oder mehr Hunden spielen 🙂

Zur Veranschaulichung zuerst ein Video von mir, Nemo und Pips. Hier spielen wir das 10-Leckerlie-Spiel im Wald. Nemo findet Wald immer sehr spannend. Pips ist am Anfang noch nicht aufmerksam und kommt durch das Zählen ganz schnell.

Das 10-Leckerlie-Spiel besteht aus zwei verschiedenen Komponenten:

1. Das Zählen

2. Die Belohnungssequenz

Das Zählen

Wie weit man zählt, hängt vom Hund ab! Meine Hunde können schön warten bis ich bis 10 gezählt habe. Fällt es einem Hund schwer, solange zu warten, kann man gerne nur bis 2 oder 3 zählen und langsam erhöhen. Der Hund soll beim Aufbau des 10-Leckerlie-Spiels in der Nähe des Menschen sein. Er darf sitzen, stehen oder liegen.
Springt der Hund oder fängt an zu bellen oder zeigt Desinteresse (z.B. geht er weg), dann erhält der Hund einen Negativmarker wie z.B. „Schade“, die abgezählten Leckerlies werden zurück in die Leckerlietasche gelegt, der Mensch dreht sich vom Hund weg und das Spiel beginnt von vorne – der Hund soll eine zweite Chance bekommen! Es geht nicht darum, dass der Hund ständig Misserfolg hat, daher wird nun sehr kurz gezählt (und sei es nur bis 1), kürzer als beim vorherigen Mal, denn der Hund soll Erfolg haben.

Nach dem Aufbau kann man den Hund heranzählen. Wie es auf meinem Video mit Pips zu sehen ist.

Das zählen endet mit dem Markersignal und läutet den zweiten Teil des Spiels ein: Die Belohnungssequenz

Nach dem Markersignal für ruhiges Warten, fliegt das erste Leckerlie. Sobald der Hund gefressen hat und sich wieder zum Menschen wendet, wird wieder markiert und das nächste Leckerlie fliegt in eine andere Richtung bis alle Leckerlies verbraucht sind.

Dieses Spiel eignet sich sehr gut um das Markersignal gut zu verknüpfen und es aufzuladen.

Varianten des Spiels:

  • Einfügen des Umorientierungssignals (kurz nach dem Fressen des Leckerlies)
  • Einfügen des Umorientierungssignals und des Ankersignals (hier eignen sich größere Leckerlies, die weit fliegen – das Markersignal erfolgt, wenn der Hund beim Menschen ist)
  • Verschiedene Belohnungen einsetzen: Beim Zählen nicht nur Leckerlies abzählen, sondern auch verschiedenes Spielzeug (Ball, Zergel) und verschiedene Futterbelohnungen – so wird das Spiel noch bunter!
  • Nach dem Aufbau kann das Spiel dort angewendet werden, wo es dem Hund schwer fällt, sich am Menschen zu orientieren
  • Das Lauerspiel kann mit eingebaut werden

Der Fantasie des Menschen sind keine Grenzen gesetzt!

Mit mehreren Hunden sollte jeder Hund vor dem Werfen mit seinem Namen angesprochen werden, damit nicht zwei Hunde einem Leckerlie hinterherlaufen. Die Leckerlies sollten in verschiedene Richtungen geworfen werden. Während der eine Hund seinem Leckerlie hinterherläuft, kann der andere Hund belohnt werden.

4 Gedanken zu „Das „10-Leckerchen-Spiel“

  1. Liebe Anne, könntest Du bitte einen Post mit Erklärungen oder Beispielen von Fachbegriffen wie Markersignal, Umorientierungssignal, Ankersignal etc. veröffentlichen? Das ist ein großes Durcheinander in der Literatur. Oder gibt es irgendwo eine solch Vokabeldatei?

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